… wird Angela Merkel sich freuen können. Die CDU unter Frau Kramp-Karrenbauer führt die Große Koalition mit Herrn Maas’ SPD, wie angekündigt und vermutlich aus dem Kanzleramt laviert – zu unsinnig und nichtig war der Neuwahlgrund. Frau Merkels Freude sollte aber vorsichtig sein. Zu phyrrisch ist der Triumph der Union.

Interessanterweise ist die sich im Niedergang befindende FDP das Zünglein an der Waage – da sie als Partner der Union ausfällt. Die Politstrategen im Konrad-Adenauer-Haus haben sich ziemlich verzockt. Die Union hat die nach der Bundestagswahl 2009 ungewöhnlich starke FDP zu sehr zusammengestutzt – wobei die FDP durch haarsträubende Fehler aber auch selbst gut mitgeholfen hat. Die Idee, die Liberalen vom hohen Ross zu holen und wieder zum klassischen 8%-Mehrheitsbeschaffer zu machen, lief zu gut. Die Union hat durch ihr striktes Nichtentgegenkommen in zentralen FDP-Themen sich selbst eines Koalitionspartners beraubt. Merkels Machtoptionen haben sich enorm ausgedünnt.

Nach dem katastrophalen Abschneiden der FDP und dem Ende von Jamaika im Saarland und Schwarz-Grün in Hamburg bleibt für die Union auch nur die SPD als einzige Machtoption. Insbesondere in Schleswig-Holstein bestimmt dieser Gedanke wohl die Koalitionsarithmetik. Im Norden fehlt der CDU nach der Wahl wohl auch die FDP als Mehrheitsbringer, es wird also in Kiel, wie in Saarbrücken auf eine große Koalition hinauslaufen.

Auf Nordrhein-Westfalen wird das Ergebnis von der Saar kaum Auswirkungen haben. Wenn man einen solchen Dilettanten wie Norbert Röttgen ins Rennen schickt, dann ist das aber kaum verwunderlich. Die einzige Machtoption, die der Union an Rhein und Ruhr bleibt ist wohl Juniorpartner der SPD – eine Rolle, die Frau Kraft aber den Grünen zugedacht hat.

Das werden Sigmar Gabriel und seine Genossen ähnlich sehen und als Bedingung für den Machterhalt der Kanzlerin wohl eine weitere Sozialdemokratisierung der Union fordern. In der Union stehen mit Frau von der Leyen und Herrn Röttgen auch die richtigen Sozialdemokraten zur Stelle, um das linke Profil der Union zu schärfen. Die Union verrät aus dieser notgedrungenen Zuwendung zur SPD ihren konservativen, marktwirtschaftlichen Markenkern. Es ist wohl einzig Frau Merkels Kanzlerschaft, die die Union zusammenhält und Flügelkämpfe verhindert. Von daher heißt der eigentliche Wahlsieger heute Abend SPD, auch wenn sie „nur“ Juniorpartner werden wird. Ob die Unionsstrategen das verstehen?

Der zweite Wahlsieger sind die Piraten, die nach Berlin in einen zweiten Landtag einziehen – sogar in einem Flächenland im Westen. Ob die Piraten diese Begegnung mit der Wirklichkeit politisch überstehen bleibt abzuwarten. An der Spree ist die Piratenfraktion eher eine Chaostruppe, aber Berlin ist in vielerlei Hinsicht politisch anders als der Rest der Republik. Von daher ist das, wenn auch kleine, Saarland deutlich repräsentativer als die Hauptstadt. Fest steht nur, das von nun an die Piraten keine obskure Kleinpartei mehr ist, sondern eine ernstzunehmende Kraft im politischen Mainstream der modernen Bundesrepublik.

Endlich. Das war mein Gedanke, als ich am Freitag vom Rücktritt Wullfs gehört habe. Mein nächster Gedanke war, dass nun Koalition und Opposition sich schnell auf einen Kandidaten einigen sollten, dem nicht der Malus des Politischen anhaftet sondern der Bonus des Bürgerlichen. Jemand, der nicht in erster Linie als Marionette der Kanzlerin ist. Mit Joachim Gauck stand bereits bei der letzten Bundesversammlung im Juni 2010 ein solcher Kandidat bereit, doch die rückgratlose FDP knickte bereits geschwächt durch miese Regierungsarbeit vor der Drohkulisse des Koalitionsbruchs ein und wählte größtenteils Christian Wulff, der seinem neuen Amt zu keiner Zeit gewachsenen war. Weiterlesen »

Standarte des Bundespräsidenten

Ich habe in den letzten drei Wochen, seit Bekanntwerden der Affäre, nichts über die Causa Wulff geschrieben, um den nötigen zeitlichen Abstand zu gewinnen. Aber inzwischen sind so viele Dinge rund um den Bundespräsidenten geschehen, dass ich doch meine Meinung kundtun will.

Die einzelnen Akte der Privatkreditaffäre sind wohl hinreichend bekannt, dass ich sie nicht noch einmal aufzählen muss. Es geht auch weniger um die eigentlichen Verfehlungen des Christian Wulff, sondern vielmehr um das politische Selbstverständnis des ehemaligen niedersächsichen Ministerpräsidenten und des Bundespräsidenten und die Art und Weise, wie mit der Öffentlichkeit umgegangen wird. Weiterlesen »

Darstellung eines "Staatstrojaners" (thx CCC, PD)

Darstellung eines "Staatstrojaners" (thx CCC, PD)

Am 8.10.2011 gab der CCC bekannt, dass ihnen eine Kopie eines Staatstrojaners zugespielt wurde und sie ihn analysiert haben. Man ist sich aktuell aber nicht ganz sicher, ob es sich dabei um den “Bundestrojaner” oder eine vergleichbare Software der Länder handelt. [1]. Der CCC hat meines Erachtens vorbildlich gehandelt und das Bundesinnenministerium informiert bevor die Pressemeldung veröffentlicht wurde. Bei der Brisanz des Themas und der Meinung des CCC zu Onlinedurchsuchung und Netzüberwachung ist dem Club die Besonnenheit und Professionalität hoch anzurechnen. Weiterlesen »

Jetzt mal völlig unabhängig, was man von den temporären (EFSF) und womögliche permanenten (ESM) Bailout-Fonds der Eurozone halten mag, das Gebahren des Deutschen Bundestages vor, in und nach der gestrigen Debatte über die Ausweitung des EFSF lässt sich nur mit einem Wort treffend beschreiben: Kindergarten. Weiterlesen »

… sollten sich mal fragen, ob es wirklich nötig ist Vorratsdatenspeicherung (Ralf Jäger, SPD, Innenminister NRW und Hans-Peter Uhl, CSU, Innenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion) oder sogar Handy- und Internetverbote für Verdächtige (Uwe Schünemann, CDU, Innenminister Niedersachsen) durchsetzen zu wollen. Immerhin wurden die Bombenpäckchen aus dem Jemen auch ohne diese Gesetze gefunden und unschädlich gemacht.
Und der Bundesinnenminister soll mit seiner Panikmache aufhören. Ich traue es dem Innenministerium, dem BKA und den anderen Ermittlungsstellen durchaus zu, die Gefahrenlage korrekt einzuschätzen. Entweder haben diese Ermittlungsstellen tatsächlich Hinweise gefunden, dann muss alles daran gesetzt werden das zu verhindern, oder es gibt sie nicht, dann soll Herr de Maizère einfach still sein. Immerhin ist der Innenminister besonnener als seine Kollegen und hat relativ lange gewartet, bis er die Öffentlichkeit informiert hat. Dennoch spielt diese vage, wolkige Ankündigung nur den Terroristen in die Hände, weil es Angst (lat. terror) in der Bevölkerung erzeugt.
Ich glaube nicht, dass die Herren Innenminister so blöd sind und das nicht wissen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass hier mit voller Absicht mit den Ängsten der Bevölkerung gespielt wird, um der Polizei weitere repressive Ermittlungsmethoden geben zu können. Union und SPD bestätigen nur einmal wieder, dass sie staatsgläubige Feinde der Freiheit sind und nicht verstanden haben, dass es in einer Demokratie Sachen gibt, die keine öffentliche Stelle etwas angeht. Zum Beispiel wo ich im Internet surfe oder wen ich wann wie lange angerufen habe.
Dass sich die Paranoiker aus Union und SPD mit ihren Forderungen nach immer neuen Überwachungs-Schnickschnack völlig in Absurdistan befinden, zeigen die Paketbomben.   Die fliegen im Frachtraum mit. An den Nacktscannern vorbei. Ist das nicht fies? Da geben sich Union und SPD solche Mühe, den Flugpassagieren einen Massen-Strip zu verpassen und da denken sich die Terroristen einfach was neues aus. Gemeinheit!

So. Es ist also raus. Christian Wulff (CDU) soll nach dem Willen der Bundesregierung der 10. Präsident der Bundesrepublik Deutschland werden. Sein Gegenkandidat von rot-grüner Seite heißt Joachim Gauck.
Horst Köhler, der beliebte, weil unkonventionelle Präsident ist zurückgetreten, weil er den Respekt der Opposition und der Medien vor dem Amt des Bundespräsidenten vermisste. Nicht zu unrecht. Wie stellenweise mit Köhler umgegangen wurde ist einfach nur erbärmlich. Auf der anderen Seite darf man aber auch kein dünnes Fell haben, wenn man mal die Tagespolitik kommentiert. Aber wegen ein paar unqualifizierten Kommentaren das Handtuch zu werfen ist auch nicht das richtige. Dem Ansehen des Amtes tut beides nicht gerade gut.
Umso schlimmer ist dann das Geschachere, dass ich die letzten Tage verfolgen musste. Zunächst die dilettantische Idee Ursula von der Leyen als Präsidentin vorzuschlagen, ist ein Schlag ins Gesicht der Internetgemeinde. „Zensursula“ als erste Frau im Staate? Das war einfach nur taktlos und ungeschickt von Frau Merkel. Es zeigt aber nur mal wieder, dass die Union keinerlei Gespür dafür hat, was im Netz läuft.
Dann lief es relativ schnell auf Christian Wulff hinaus. Deutschlands bekanntester Schwiegersohn ist „Muttis“ Wunschkandidat, nach dem die Proteste gegen Frau von der Leyen zu groß geworden sind, als dass die Kanzlerin es noch überhören könnte. Herr Wulff ist der perfekte Kandidat. Er ist CDU-Mitglied, charmant, gut frisiert und vor allem bedingungslos loyal zur Kanzlerin. Er wird kaum Akzente setzen und den Kurs der Regierung mahnend begleiten, wie es eigentlich die Verfassungsväter im Sinn hatten und Theodor Heuss vormachte. Daß man einfach einen amtierenden Ministerpräsidenten erwählt zeigt auch, wie beliebig und austauschbar das Führungspersonal der Union ist.
Warum die CSU Herrn Wulff unterstützt ist mir auch schleierhaft. Bei Frau von der Leyen beschwert man sich noch, dass sie ja nicht konservativ genug sei, aber der geschiedene Christian Wulff ist dann auf einmal ein Musterbeispiel an Konservativität. Versteht mich nicht falsch, mir ist es völlig egal, ob jemand verheiratet ist und 7 Kinder hat oder geschieden ist und in einer Patchworkfamilie lebt. Aber es gibt offenbar Kreise in der Union, denen ist eine Bundespräsidentin per se unheimlich. Dann lieber ein Mann, der geschieden ist. Da stellt die Union mal wieder ihr vorgestriges Weltbild unter Beweis.
Was macht eigentlich der dritte Koalitionspartner FDP? Warum gibt Westerwelle der Union, sprich der Kanzlerin völlig freie Hand bei der Wahl des Kandidaten? Eine solche „Macht mal!“-Attitüde ist nicht nur unangemessen gegenüber dem Amt sondern auch politisch höchst gefährlich für die FDP, die durch ihren Vorsitzenden einmal mehr als Schoßhündchen der Union dargestellt wird. Ich habe meine Zweifel, dass es dem Ansehen meiner Partei gut tut. Dabei wären auch in den liberalen Reihen viele präsidiable Namen zu finden: Herrmann Otto Solms, Wolfgang Gerhardt, Sabine Leutheuser-Schnarrenberger um nur einige zu nennen. Es ist völlig inakzeptabel, dass der Bundesvorstand nicht einmal versucht hat, einen Namen in die Runde zu werfen.
Bleibt Joachim Gauck, ein DDR-Bürgerrechtler und langjähriger Chef der nach ihm benannten „Gauck-Behörde“, die die Stasi-Akten sichtet und verwaltet. Die Bundesversammlung muss sich zwischen einem nichtssagendem, angepassten Marionetten-Präsidenten und einem Querdenker mit Ecken und Kanten entscheiden. Meine Entscheidung ist eindeutig: Ich halte Joachim Gauck für den weitaus besseren Kandidaten, der dem höchsten Amt auch gerecht werden kann. Auch wenn ich es hasse, mit Sigmar Gabriel einer Meinung sein zu müssen.
Es ist eine Schande für die Regierung und die Führungen von CDU, CSU und FDP, so lasch und beliebig mit der Kandidatenfrage umzugehen. Was wäre so schwer dran gewesen eine unverbindliche Umfrage unter der Bevölkerung durchzuführen? Internetgestützt ist das nicht einmal besonders viel Aufwand. Aber dann müsste man sich ja aus Wolkenkuckucksheim zurück auf die Erde begeben. Das gilt übrigens auch für SPD und Grüne, die mit Gauck eher einen Zufallstreffer gelandet haben.
Traurig.

Heute forderte eine ehemalige Bundesjustizministerin ein Internetgesetzbuch. Typischer Regulierungswahn einer Staatsgläubigen? Zumindest nicht vollständig. Zur Gesetzgebung gehört nicht nur das Mantra der Union “Das Netz darf kein rechtsfreier Raum sein”, das in seiner Beschränktheit und Vorsintflutlichkeit kaum zu überbieten ist, sondern auch eine Art Internetzivilrecht, dort wo die Regeln des BGB nicht mehr der digitalen Realität hinterher kommen. Frau Zypries sagt zu Recht, dass auch die Netzneutralität gesetzlich verankert werden müsse. Nun sollte man allerdings gleich Nägel mit Köpfen machen und die Netzneutralität im Grundgesetz verankern. Der Post ist es schließlich auch nicht gestattet, Briefe zu öffnen und je nach Inhalt schneller, langsamer, verfälscht oder gar nicht auszuliefern. Warum die Diskussion über die Netzneutralität nicht schon längst anhand dieses Arguments beendet worden ist bleibt mir schleierhaft.
Völlig anderer Meinung bin ich hingegen, wenn Frau Zypries fordert, jeder Haushalt habe mindestens 10 MBit Bandbreite zu haben. Das ist ähnlich absurd wie die Forderung nach Mindestlöhnen. Da wäre es genauso dämlich zu fordern, jeder deutsche Haushalt müsse einen Autobahnanschluss in einer Entfernung von höchstens 10 Minuten haben. Um die von Frau Zypries gefürchtete Zweiklassen-Informationsgesellschaft zu vermeiden, sind keine 10MBit-Anschlüsse notwendig, sondern ein grundlegendes Verständnis zum Umgang mit den im Netz gebotenen Informationen. Oder etwas plakativer: Wikipedia funktioniert auch über eine ISDN-Leitung, YouTube nicht. Dass sich Informationseliten herausbilden liegt nicht daran, dass die Leitung der anderen zu lang wäre, sondern simpel und einfach daran, wie die Menschen mit dem Netz umgehen. Auch ich selbst bin wohl so ein armes Würstchen, über das die deutsche Sozialdemokratie mal wieder schützend die Hand halten will: Ich surfe mit “nur” 3 MBit.
Ich bin sicher Frau Zypries ist nicht die letzte, die sich zur Netzpolitik äußern will, um auch bei diesem gerade sehr angesagtem Thema mitzureden. Glücklicherweise haben wir aber für die wirkliche Arbeit die Enquête-Kommission des Bundestages, in der Leute sitzen, die wirklich Ahnung davon haben. Die FDP-Fraktion arbeitet da übrigens sehr offen und zu mitmachen unter open-enquete.de

Das alte Sprichwort, nur getroffene Hunde bellen, bewahrheitet sich ein weiteres Mal. Schade nur, dass sich die SPD auf das Niveau der persönlichen Anfeindung gegen Tilman Brauneck herablässt und sich somit für jede vernünftige Diskussion disqualifiziert.
Gerne würde ich noch ein paar Zeilen zu elf Jahren SPD-Regierungsbeteiligung im Bund schreiben, in denen die Sozialdemokraten es nicht hinbekommen haben eine Gemeindefinanzreform auf die Beine zu stellen. Oder über die Gründe für die Wirtschaftskrise, aber dazu müßte die SPD sich erstmal einige Grundlagen der Makroökonomik aneignen, da ihr die fundamentalsten Zusammenhänge von Geldmarkt, Arbeitsmarkt und Gütermarkt wohl nicht so recht klar sind.
Aber ich vertraue darauf, dass die Groß-Umstädter das Gemotze der Sozialdemokraten als genau das erkennt. Wenn die SPD ihre pubertäre Phase durchgemacht hat, können wir gerne weiter diskutieren, aber bitte nicht auf diesem Niveau. Da hat Groß-Umstadt besseres verdient.

Die SPD in Hessen beweist sich einmal mehr als Partei, die vor lauter Linksparteihysterie völlig die Orientierung in unserer modernen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts verloren hat.
Jetzt hat der Hessische Landtag einen minimalen Kompromiss für längere Ladenöffnungszeiten geschlossen (Die CDU wollte mit Rücksicht auf das C nicht mehr… sind halt eben Konservative…), der unter anderem vorsieht, dass Videotheken Sonntags öffnen dürfen.
“Ja, cool!”, sagt da der Liberale in mir. Endlich kann ich Videos am Samstagabend ausleihen und muss nicht um 5 vor 12 zur Videothek hetzen, um den Film zurückzugeben, weil ich sonst den Sonntag noch mitbezahlen müsste. Das mach ich ab sofort gemütlich am Sonntag morgen.
So jetzt kommen die üblichen Argumente von links, dass man das den Angestellten nicht zumuten könnte und dass uns der Sonntag nicht heilig sei usw.
Jetzt überlegen wir nochmal einen Moment und erinnern uns daran, dass wir in einer sozialen Marktwirtschaft leben, in der Preise, Arbeitszeiten und Löhne ausgehandelt und nicht verordnet werden. Die Konkurrenz auf dem Videomarkt ist riesig. Ich könnte auch genauso gut ins Kino gehen, oder mir Filme aus dem Netz streamen (T-Entertain, u.a.) oder das PPV-Angebot von Sky nutzen. Oder ich setze mich vor Youtube. (Oder ich lese ein Buch…). Bei all diesen Sachen muss ich nicht mal vor die Tür. Und die Videothek hat keinen Kunden in mir. Unternehmen, die keine Kunden haben gehen pleite und dabei gehen Arbeitsplätze verloren.
Wenn der Landtag jetzt beschließt, die Ladenöffnungszeiten zu erweitern, verbessert er die Wettbewerbssituation der Videotheken, und gleicht die Chancen auf dem Markt etwas mehr an. Dann können die Videothekenangestellten auch einen Nachtzuschlag fordern, oder der Besitzer stellt einen weiteren Angestellten für die zusätzliche Zeit ein. Und das soll schlecht für die Gesellschaft und die arbeitende Bevölkerung sein, liebe SPD?!
Wohl kaum.
Hinterwäldlerische Gängeler und Befürworter eines Nanny-Staates, wie die um alles und jeden besorgte SPD sorgen nur dafür, dass die Freiheit der Bürger eingeschränkt wird.

Achja… wenn nachts keiner Videos ausleiht, dann öffnen die Videotheken auch nachts nicht mehr, obwohl sie es dürften. Und schon haben wir eine saubere, marktgerechte Lösung. Man nennt es Liberalismus. Aber das habt ihr Roten ja noch nie kapiert.